Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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recht glücklich ſein, wenn er ſelbſt nicht ſo viel thäte, um es ſich zu verbittern.

Conſtanze ſchloß das Fenſter. Der ſchöne Abend mit ſeiner Poeſie erſchien ihr wie ein Spott auf ihr einſames und leeres Leben.

In dem Augenblick, da ſie das Zimmer verlaſſen wollte, wurde ihre Aufmerkſamkeit von einer ſchönen Vaſe mit einem wahrhaft prächtigen und großen Blumenbouquet angezogen.

Neben der Vaſe lag auf dem Tiſch ein Brief.

Von wem können dieſe Blumen ſammt dem Briefe ſein?

Außer Stephana kenne ich jetzt, nachdem Olga fort iſt, Niemand, der mit ſolcher Aufmerkſamkeit mich in meinem Hauſe willkommen heißen möchte.

Sie nahm den Brief und hätte ihn beinahe fallen laſſen. Ein einziges Mal früher hatte ſie einen ſolchen von derſelben Hand empfangen, aber ſeitdem war manches Jahr vergangen. Conſtanze zitterte, als ſie das Siegel erbrach.

Der Inhalt war folgender:

Fräulein Conſtanze!

Erſtaunen Sie nicht allzu ſehr darüber, daß Sie einen Brief von mir empfangen, ſondern ſehen Sie darin etwas ganz Natürliches. Ich möchte Sie ſo gern mit einigen Zeilen in Ihrer Heimath willkommen heißen. Bilden Sie ſich deßhalb ein, es ſei ein Freund, welcher von ganzem Herzen wünſcht, daß Ihr Leben unter dem Dache, welches Ihr Eigen⸗ thum iſt, lächelnd und heiter dahin fließen möge. Bilden Sie ſich ferner ein, daß dieſer Freund ſich