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Einige Tage, nachdem Olga mit ihrem Gatten Kungsborg verlaſſen hatte, nahm Conſtanze ihre Ueberſiedlung nach Sturesjö vor. Jedermann war der Meinung, daß ſie es ſo allein auf dem alten Herrenſitz ungemein leer und öde finden würde. Stephana hatte ihr deßhalb auch vorgeſchlagen, über den Winter in Kungsborg zu bleiben; aber Conſtanze hatte das Anerbieten unter dem Vorwand abgelehnt, es wäre nun Zeit für ſie, daran zu denken, daß ſie ſo viele Untergebene habe, deren ſie ſich annehmen müſſe.
Ebenſo beſtimmt hatte ſie ſich geweigert, eine Geſellſchaft mitzunehmen. Sie behauptete, ein Menſch, der einmal zu dem Entſchluß gekommen wäre, ein thätiges Leben zu führen, habe an ſeiner Beſchäf⸗ tigung Geſellſchaft genug. Das Einzige, was ſie that, war, daß ſie an eine Verwandte, ein Fräulein Knorrenſkjöld, ſchrieb, welche arm und übelhörig war. Sie lud dieſelbe ein, den Reſt ihrer Tage in Stu⸗ resjö zuzubringen.
„Auf dieſe Weiſe thue ich ein gutes Werk und verſchaffe mir zugleich die von der Convenienz vor⸗ geſchriebene Schürze,“ ſagte Conſtanze lächelnd zu Stephana.
Es war am letzten September gegen Abend, als Conſtanze in ihrer Wohnung anlangte, wo Alles zu ihrem Empfange bereit war. Die untergehende Sonne warf ihre Strahlen durch die hohen und tiefen Fenſter. Conſtanze wanderte gedankenvoll durch die Zimmer, und mußte ſelbſt geſtehen, daß die großen Gemächer ihr düſter und öde vorkamen.
Dieß war alſo ihre Heimath; hier ſollte ſie ein⸗


