Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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Sie glauben, daß irgend ein Vortheil in der Welt mich beſtimmen könne, von meiner Rache abzu⸗ ſtehen.“

Hier wurden ſie durch einen Wortwechſel im äußern Salon unterbrochen, und eine wohlbekannte Stimme rief:

„Aus dem Wege, Schlingel! Ich habe ja ſchon geſagt, daß ich mich ſelbſt anmelden werde.“

Im nächſten Augenblick ſtund Kurt vor ihnen.

„Was ſoll das heißen, daß Du mit Gewalt bei mir eindringſt?“ fragte Evert und ſchleuderte dem unwillkommenen Störer einen wüthenden Blick zu.

„Das ſoll heißen, daß ich mit Dir etwas zu reden habe, das keinen Aufſchub duldet!“ entgeg⸗ nete Kurt kalt. Darauf wandte er ſich zu Conſtanze mit den Worten:

„Um Vergebung, beſte Conſtanze, daß ich ſo kopf⸗ über hereingeſtürzt komme und das Geſpräch unter⸗

breche; aber aufrichtig geſagt, ich glaube, der Ver⸗

luſt, welcher durch dieſe Störung entſteht, iſt nicht ſehr groß, da Du mit meinem Bruder redeteſt und

dieſer ſelten etwas zu äußern hat, was des Anhö⸗

rens werth iſt. Du haſt wohl Olga ſchon ge⸗ ſprochen?“ „Nein, noch nicht.“

„Aber, mein Gott, warum gehſt Du nicht zu

ihr hinein?“ „Ich bitte mir aus, daß Du nicht den Herrn in

meinem Hauſe ſpielſt!“ fiel Evert aufgebracht ein⸗

„Olga darf ihre Schweſter nicht empfangen.“ „So, ſo?“ entgegnete Kurt, ſeine Hand auf

Cverts Schulter legend, und ſchaute ihm gerade in