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nen lieben heimathlichen Boden zu verlaſſen, hatte etwas Widerſtrebendes für mich. Ich zog es vor, hier in meinem Vaterlande herumzureiſen, hiſto⸗ riſche Orte zu beſuchen und an jedem derſelben ſo lang zu verweilen, daß ich mich in die Ereigniſſe, welche daſelbſt vorgefallen waren, hineinverſetzen konnte. Ich habe in ſolchen Augenblicken mit de⸗ nen, welche jene Orte unſterblich machten, Freude und Leid empfunden.“
„Sie ſchwärien ſomit für die Frinnerung an die Vorzeit und die Sagenwelt?“
Der Ton, womit dieſe Worte geſprochen wur⸗ den, hatte etwas Geringſchätziges, was Olga frap⸗ pirte und ſogar aufreizte. Sie blickte deßwegen Jvar ſcharf an und antwortete:
„Ja, ich gebe zu, daß ich unſere hiſtoriſchen Er⸗ innerungen liebe; aber Sie ſcheinen nicht ſehr viel darauf zu halten?“
„Das iſt wahr; ich bin ein Kind der Arbeit, der Wirklichkeit, und ich gehe deßwegen auch nicht gern rückwärts, ſondern lieber vorwärts. Die Ge⸗ ſchichte hat für mich keinen andern Werth, als ſo weit ich aus derſelben lerne, wie viel und was vor uns in Beziehung auf Kultur ausgerichtet worden iſt. Man muß nothwendig wiſſen, wie weit unſere Vorgänger gekommen ſind, damit wir ſie nicht blos einholen, ſondern noch größere Fortſchritte zu ma⸗ chen ſuchen.“
„Sie ſind aber noch allzu jung, Herr Inge⸗ nieur, um ſolche Greiſenideen zu hegen,“ fiel Olga ein.
„Verzeihung, Sie haben Unrecht. Das ſind
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