Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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womit eine Converſation zwiſchen fremden Perſonen geführt wird.

Die Andern kamen nun auch zum Vorſchein. Jacobo eröffnete die Promenade, indem er an Con⸗ ſtanze's Seite dahinwanderte.

„Haben Sie auf Ihrer Reiſe nach Italien auch Avignon beſucht?“ fragte Jacobo.

„Ja, allerdings; aber warum kommen Sie darauf?“

„Das weiß ich wahrhaftig kaum; aber beim Anblick dieſes Baches hier kam mir die Quelle von Vaucluſe in den Sinn.— Waren Sie dort?“

„Ich würde es mir nie verziehen haben, wenn ich es verſäumt hätte, nach jenem Orte zu wallfahrten, welchen Petrarca's Liebe zu Laura unſterblich gemacht hat. Es iſt dort, als ob das Murmeln der Quelle noch davon erzählte, wie zärtlich Petrarca liebte, und wie innig Laura ihn anbetete.“

„Seltſam, man hat beinahe vergeſſen, wo Ale⸗ rander ſeine Siege gewonnen hat; aber man reist noch zu der Stelie, wo Petrarca mit ſeiner Geliebten ſchwärmte. Welche unerhörte Macht über die Ein⸗ bildung beſitzt nicht die größte Thorheit des Lebens. Das bloße Wort Liebe ſchließt etwas Magiſches in ſich, welches die Aufmerkſamkeit feſſelt und von nützlichen Intereſſen abzieht. Wie viel Zeit und Kraft verſchwendet man nicht an dieſes Gefühl, welches oft genug mehr einem Traumbild vor unſerer Phantaſie gleicht, als etwas Wirkliches iſt, das aus dem Herzen hervorgegangen.“

Er drehte ſich nun um, rief Kurt herbei und bat ihm ſeine Cigarre zum Anzünden zu leihen. Durch