Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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ten ſeines Fuͤhrers hatten ihm bereits das Fragen dergeſtalt verleidet, daß er ſich lieber der groͤßten Gefahr auszuſetzen dachte, als einer abermaligen Antwort, die keinen Aufſchluß ertheile.

Der Angſtſchrei einer Weibsperſon im In⸗ nern, kurz vor Eroͤffnung der Thuͤr, konnte nicht beruhigend einwirken.

Was gab es? fragte der Mönch die Frau, welche, ein Stuck brennender Fackel in der Hand, die Thur jetzt aufthat. Eine große Schlange, antwortete ſie die ganz unvermuthet dicht ne⸗ ben mir auffuhr.

Bei ſolchen Hausgenoſſen muß man auf ſei⸗ ner Hut ſeyn! ſprach der Ritter, ſein Schwert ziehend, und folgte uͤber einen mit Strauchwerk und Unkraut uͤppig bewachſenen Schutthaufen ſei⸗ nem Fuͤhrer und der Frau, welche letztere, durch ſorgfältiges Leuchten mit der Fackel und manche Handreichung, ihm den faſt ganz unwegſamen Pfad uͤber lockere Steine zu erleichtern ſuchte.

Nach dem Abſchreckenden des Eingangs uͤber⸗ raſchte die Reinlichkeit und Ordnung des wohler⸗ haltenen Seitengebaͤudes um ſo mehr. Aus ei⸗ nem ziemlich hell erleuchteten Gemache, deſſen Ge⸗