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den Glanz und Reichthum ſeines Hofſtaats. Kein König von England vor ihm, hatte in den gluͤck⸗ lichſten Zeiten ſolch eine Pracht um ſich her ver⸗ breitet.
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Zu denen, welche ein ganz beſonderes Ver⸗ trauen des uͤbel berathenen Monarchen genoſſen, gehoͤrte der Unterhaͤndler beim Morde ſeines Oheims, der Graf von Norfolk. Wohlahnend, daß der Herzog von Hereford, ſchon wegen ſeiner nahen Verwandtſchaft mit dem Ermordeten, un⸗ moͤglich im Herzen die Ehrerbietung hegen koͤnne, welche ſein Verhältniß zu zeigen ihm auferlegte, leitete er es eines Tages dahin ein, ihn uͤber ſeine Meinung auszuholen. Hereford, durch das Zu⸗ trauen, welches er gegen ihn ausgeſprochen, von ſeinem Herzen aufgefordert, ihm ein gleiches Zu⸗ trauen zu beweiſen, gab dieſer Aufforderung um ſo lieber nach, weil er dabei auf einen Mann von ſolchem Einfluſſe zum Vortheile des Volkes wir⸗ ken zu koͤnnen glaubte. Wohin, lieber Vetter— ſagte er— ſoll das Alles am Ende fuͤhren? Iſt es doch ſo weit gekommen, daß ein einziges, zu⸗ weilen ganz ſchuldloſes Wort, wo nicht auf das
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