Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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mein Bitten etwas uͤber euch vermag, aller wei⸗ tern Nachforſchungen nach den Urſachen von der Ungnade der Koͤnigin. Des Koͤnigs nie ruhender Argwohn gegen Alles was lebt, mit Ausnahme derjenigen, die er ſo weit vor Andern hervorzieht, iſt gerade auf ſeine naͤchſten Blutsfreunde am mei⸗ ſten gerichtet. Ueberall träumt er Verrath und Tuͤcke von ihnen. Wuͤrdet ihr oft geſehen in den Gemachern der Koͤnigin, ſo köͤnnte man allzu leicht meinen, ihr gäbet dort meinen Kundſchafter ab. Laßt lieber die Dinge ſo, wie ſie gekommen ſind. Ein Mann eures Gleichen muͤßte ohnehin zu ſtolz ſeyn, einem Fräulein Huldigungen darzubringen, die, allem Anſcheine nach, ſchwach genug iſt, frem⸗ den Einfloͤſterungen euch zu opfern, bevor ſie noch eure Vertheidigung anhoͤrte. Habt hr doch ohne⸗ hin ihren Vater wider euch. Oder wolltet ihr auch ſeine Gunſt zu erbetteln trachten? Nein, lieber Arthur, wenn auch der Rittersmann die Frauen zu ehren hat, ſo darf er doch nicht ſeine eigene Ehre ihren Launen, oder gar den Launen ihrer Verwandten unterordnen! Ueberhaupt duͤnkt mich die jetzige Zeit viel zu wichtig, um ſich in Dinge ſolcher Art zu ſehr zu vertiefen. Ich furchte, wir gehen unglaublichen Ereigniſſen entgegen. Das