Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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aus den großen dunkeln Augen des Fraͤuleins man⸗ chen Männerblick zur fortdauernden Betrachtung ihres ſchonen Geſichts und des Glanzes des ſchwar⸗ zen Haares zwangen, das in reichen Locken uͤber den vollen, ſchneeweißen Buſen, bis auf das him⸗ melblaue, enganliegende Sammtkleid, mit koſtlichen Silberblumen geſtickt, herabrollte, ſo ſuchten dage⸗ gen verſtohlen viele Frauen und Jungfrauen nach dem edelgeformten Geſichte Arthurs, deſſen Schwer⸗ muth im blauen Auge vielleicht einen beſondern Zauber fuͤr ſie hatte. Sich ſelbſt nicht zu gering achtend, wuͤrden die meiſten ohnſtreitig ſeine ſchoͤne Nachbarin um nichts beneidet haben, als um einen Halsſchmuck von den koͤſtlichſten weißen Perlen, zu deſſen Bemerken die jungen Verehrer Kathari⸗ nens, vor den Koͤrperreizen des Fraͤuleins, viel⸗ leicht gar nicht gelangen konnten. Aber Katharine ſchien all ihre Aufmerkſamkeit und Seele einzig dem Nachbar zuzukehren. Mit Waͤrme ſprach ſie von mancher fruher erlebten, gemeinſchaftlichen Freude, und erweckte ſolche durch ihre anſchau⸗ liche Darſtellung auch fuͤr Athur von Neuem. Der Scherz worein ihre Rede dieſe Dinge zu faſſen ſuchte, wurde allmählig von dem Gefuͤhle niedergerungen, das mit dem wiederholten Uumher⸗