Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
Einzelbild herunterladen

49

diger und frommer Kloſterbruder, daß das entwe⸗

der nur ein falſches Geruͤcht ſey, oder mit argen Dingen zugehe, ja daß er, wenn es ſich ſo ver⸗ halte, wohl noch gar als Schwarzkuͤnſtler ſein langes Leben auf dem Scheiterhaufen beſchließen

önne. Er ſollte mich dauern, wenn's dahin mit ihm kaͤme.— Allerdings— ſprach Ritter Robert— als ſie ihren Weg wieder allein fortſetzten— aller⸗ dings erhaͤlt die Sache einiges Licht, wenn man Wahnſinn annimmt bei dem Alten und einen Schein vor ſeinen Augen. Das Uebrige laͤßt ſich wenigſtens ziemlich erklaͤren. Was er uns ſagte fur unſre Zukunft, war ja ſo allgemein, daß es zu dieſen Ausſpruͤchen die Weisheit eines Sehers wenig bedurfte.

Indem der Ritter fortfuhr, dieſes mit Gruͤn⸗ den zu belegen, ſchien er hauptſächlich die Billi⸗ gung und wo möglich Befeſtigung dieſer Gruͤnde, durch ſeine Begleiter zu bezwecken. Allein die immer naͤher heranſchreitende Trennung hatte das Paar zu ſehr mit Schmerz erfullt, um fuͤr andere Dinge noch Raum im Buſen zu behalten.