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So hob er den Schauer, der ſie durchfloß, Wenn maͤchtig mit Rieſen und Drachen er rang.
Dann bot er Hand ihr und Herz am Altar, Sie liebt' ihn innig als Gatten und Herrn, Und unter der glaͤnzendſten Ritterſchaar Erkannte ſie ihn als den einzigen Stern.
Voll Ehrfurcht reichte ſie ihm den Pokal, Voll Lieb' umfing er nur ſie nach dem Streit; So that des Ritters treues Gemahl,
So that der Ritter zu meiner Zeit.
Doch jetzt iſt Alles ein ſchnoͤdes Spiel, Die ſilberne Kette nur Schmach und Lug, Er achtet der Ehre der Frau nicht viel, Die ſo zur Schau ſeine Schande trug.
Und ſie, ſie troͤſtet mit Andern ſich,
Wenn er mit Andern der Feſſel lacht, Iſt das, ſo frag' ich, wohl ritterlich, Iſt das der Frauenwuͤrde gedacht?—
Alter— ſprach, als er hier innehielt, Rit⸗ ter Wellmoore— deine Toͤne ſind wahrhaft tref⸗ fend. Sie verrathen eine Schule, deren Lehren leider keine Frucht mehr tragen. Allerdings will die zarte Blume des Ritterthums nicht gedeihen in der verdorbenen Luft der jetzigen Zeit. Des Ritters fromme Verehrung der Dame, welcher er ſich widmet, iſt ein nur in ihren Wirkungen fuͤhl⸗


