Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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Kraft und Behendigkeit im ritterlichen Spiele be⸗ wies vor Andern der junge Graf Wilhelm von Oſtrevand, dem auch Abends von Damen, Her⸗ ren und Herolden der Preis vor Allen aus der Fremde, zuerkannt wurde.

Ritter Fabian aus Flandern, wohl erwaͤgend die Umſtände, von denen er ſorgfältig Erkundi⸗ gung eingezogen, hatte lange ſchon den Mann in's Auge gefaßt, dem er, nach dem Wunſche der geſtern erkorenen Dame, ſein Uebergewicht ſollte fuͤhlen laſſen.

Er war nicht fehlgegangen. Als er jetzt Ar thurn bereits gegenuͤber ſaß und hinauf nach Ka⸗ tharinen blickte, welche, dem außern Schmucke nach, ſelbſt eine Koͤnigin, neben dieſer ſtand, ſo ſtralte ihr Auge ihm freundlich die Beſtaͤtigung der getroffenen Wahl herunter. Wer aber von Arthurs Freunden dieſen einreiten ſah in die Schranken mit Fabian von Auvert, der beklagte den tapfern Landsmann, weil all ſeine Geſchick⸗ lichkeit in der Waffenfuͤhrung ſchwerlich aufkom men konnte vor dem Rieſenbaue des Fremdlings, der auch, einem weit vor ihm hergehenden Rufe nach, allenthalben im Waffenſpiele die wackerſten und kunſtfertigſten Ritter auf den Sand geworfen.