Teil eines Werkes 
1. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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der Jugend hing, und ſich ſolche ohne den ſchoͤ⸗ nen Arthur Oldſon gar nicht zu denken vermochte, was konnte das Leben ihr anders ſeyn, als ein qualvolles Grab, wenn die Furcht gegruͤndet war, daß dieſer Ritter, den ſie noch bei Eroͤffnung des Zuges viel feſter an ihren wirklich ſeltenen Reizen, als an der ſilbernen Kette zu halten glaubte, und als deſſen Verlobte ſie ſich betrachtete, ihr viel⸗ leicht fuͤr immer abtruͤnnig wurde? Schon im Zuge hatte ſie mit Schrecken bemerkt, daß ſein Blick plotzlich haften blieb an einem der Fenſter, aus dem die großen blauen Augen eines lieblichen Fraͤuleins mit goldenem Haar gleichfalls ihm al⸗ lein vom ganzen Zuge ſich zu widmen ſchienen. Ferner entging ihr nicht, als ſie waͤhrend des Turniers die Blicke des geliebten Arthur mit den ihrigen verfolgte, wie ſie voll Inbrunſt an derſel ben reizenden Blondine hingen, welche in einem violetten Atlaskleide, mit zuruͤckgeſchlagenem wei⸗ ßen, ſilbergeſtickten Schleier, auf einem der praͤch⸗ tigſten Schaugeruͤſte, unter den Damen der Grä fin von St. Paul ſich befand.

Je mehr nach gehaltenem Turniere, im Pa⸗

laſte des Biſchofs, Katharinens Stolz daruͤber ge⸗

wacht hatte, daß ihr Argwohn ſich nicht gegen