Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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Wache, begab ſich in aller Stille an eine Thuͤr welche ſtets verſchloſſen war, aber, ihres Alters halber, ohne Beruͤhrung des Schloſſes durch Ri⸗ chards Leute von innen aufgeſprengt werden ſollte. Eine Viertelſtunde lang war in dem Gange, zu dem ſie fuͤhrte, von auſſen nichts wahrzunehmen, als die tiefſte Ruhe. Späterhin aber regte ſich's leiſe, und dann vernahm man ganz deutlich die Fußtritte Gewaffneter. Die bereits durch Arbei⸗ ten von innen zum Aufſpringen vorbereitete Thuͤr oͤffnete ſich jetzt ohne alles Geraͤuſch.

Aber der Schrecken derer, die hier ganz un⸗ bemerkt zu entſchluͤpfen und nach der Themſe zu

entkommen dachten, uͤber die Bewehrten, die ihnen

entgegen traten, war ſo groß, daß ſie insgeſammt einen Augenblick wie erſtarrt daſtanden, einen Knecht ausgenommen, der ſich mit aͤuſſerſter Wuth auf den ihm zunaͤchſt ſtehenden Arthur warf, und ſo der Wache gewiſſermaßen ſelbſt das Zeichen gab, ihre Wehr ebenfalls zu gebrauchen. Arthur war mit einer leichten Verwundung am Halſe davon gekommen, der Knecht hingegen, ſein Angreifer, durch ſein Schwert niedergeſtreckt, das ihm, neben der Schulter hinein, bis tief in die Bruſt ging. Nur Ein Opfer noch war die Folge dieſes Un⸗ 10*

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