132
entbloßtem Haupte. Ueber dieſem breitete ſich ein Himmel von dunkelblauer Seide, mit vier helltö⸗
nenden Glocken behangen, aus, der, einem alten
Rechte zufolge, von vier Buͤrgern der Stadt Do⸗ wer getragen wurde. Dem Koͤnige zur Rechten ging ſein Sohn Heinrich Prinz von Wales und zur Linken der Großfeldherr Heinrich Graf von Northumberland, der erſte das Schwert der Kirche, der zweite das der Gerechtigkeit tragend. Der Reichsmarſchall Graf von Weſtmoreland aber folgte ihm mit dem Scepter. So ſchritt, von einer zahlloſen Volksmenge begleitet, der Zug nach der Kirche. In ihrer Mitte ſtand ein prachtvoll uber⸗ hangenes Geruͤſt mit dem goldenen Throne, auf welchem der König Platz nahm. Da that der Erzbiſchof von Canterbury dem Volke kund, daß Gott ihn auserſehen habe zu ſeinem Koͤnige und Herrn und fragte nachher, ob es auch der Wille jedes der Anweſenden ſey, daß er als ſolcher ge⸗ weiht und gekrönt werde. Wie aus Einem Munde erſcholl hierauf das allgemeine Ja, das in der
boͤlbung der Kirche einen kraͤftigen Wiederhall fand. Dazu hoben alle die Haͤnde hoch empor, ihm Treue und Gehorſam gelobend. Nunmehr bewegte ſich der König von ſeinem Throne nach dem Altare zur Weihe, zu welcher zwei Erzbi⸗


