124 Schauſpiel ſich vorbereitete. Angefuͤhrt vom Lord Mayor und deſſen zahlreichem Gefolge, ritt der Herzog von Lancaſter, an der Spitze der Vor⸗ nehmſten des Landes, durch das frohe Zujauchzen der zu beiden Seiten der Straßen gedraͤngten Volksmenge, nach dem Tower. Einen beſonders gläͤnzenden Anblick gewaͤhrte dabei unter andern der Erzbiſchof von Canterbury, der im großen Ornate, umgeben von ſeiner geſammten Suite, erſchienen war. Im großen Saale des Towers nahmen hierauf Alle den Platz ein, den das zu erwartende Ereigniß ihnen einraͤumte oder ihr Rang erforderte.
Die beklemmende Groͤße deſſelben hielt bald nach der Ankunft jeden Laut gefangen. Da oͤff⸗ neten ſich entfernte Thuͤren und immer naͤher toͤnten die Tritte eines einzelnen Menſchen, wo⸗ durch die uͤrige Todtenſtille nur noch äͤngſtli⸗ cher wurde. Endlich trat der Mann, der ſonſt nie ohne das zahlreichſte, glänzendſte Gefolge von Großen und Hoͤftingen und einer anſehnlichen Leibwache erſchienen war, ganz allein, aber die Krone auf dem Haupte und das Scepter in der Hand, in den Saal. Der Anblick erſchutterte um ſo tiefer, da der koͤnigliche Purpurmantel auf


