Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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nes Anſehens nicht zu begeben. Offrem von Glo⸗ ceſter und Richard von Arundel richteten geſtern Abend Blicke auf mich, vornehm, wie ich ſie nie vertrage. Mag die Koͤnigstracht, die von nun an taglich die meinige bleiben ſoll, dieſe Knaben fort⸗ an immer an meine Wuͤrde mahnen. Wenn auch ihre Demuth ſtets voller Tuͤcke war, ſo iſt mir ihr jetziges Aufgeblaſenſeyn doch noch weit uner⸗ träglicher.

Als er drauf im vollen Ornate, die Krone auf dem Haupte, daſtand, befahl er, daß Gloceſter und Arundel vor ihm erſcheinen ſollten. Aber im voraus zitternd vor ſeinem Grimme, kam der beauftragte Diener mit der Nachricht zuruͤck, ſie waͤren beide in dieſer Nacht abgereiſt.

Abgereiſt! Ohne meine Erlaubniß! rief Richard in hoͤchſter Wuth. Das kann nicht, das ſoll nicht ſeyn! Geh noch einmal, und bei deinem Leben befehle ich dir, ſie herbeizuſchaffen!

Da trat der Sohn ſeines Oheims, des Her⸗ zog; von York, herein.

So fruͤh ſchon, Rutland?! rief er ihm entge⸗ gen. Werden Andre auch von ſo finſtern Traͤu⸗ men emporgejagt, wie die Koͤnige? Und blaß und entſtellt, Vetter, ſeht ihr mir ebenfalls aus. Iſt's

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