Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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welcher der treuloſe Mayor der Hauptſtadt ſo zu⸗ jauchzte. Ein einziges der vielen Worte, die mein gerechter Zorn hinwarf, wird hinreichen, mich dem Tode in die Haͤnde zu liefern. Aus Liebe zu ihm, fuͤhre du ſelbſt die Pöbelrotte an, die mich aufſucht. Druͤcke getroſt den Dolch in ein Herz, welches ſo oft ſchon offen vor dir lag! Da ich nun einmal meinen natuͤrlichen Schutzengel, den Gemahl, nicht aufſuchen ſoll, ſo wird die Verzweifelnde darin noch die groͤßte Wohlthat er⸗ blicken..

Wie aber, Gnaͤdigſte rief Blanca, ihr Kleid auf das Schmerzlichſte erfaſſend wie wenn eben ſeine Liebe zu mir die Mittlerin wuͤrde zur Ausſoͤhnung der drohenden Umſtaͤnde mit euch; wenn es mir gelaͤnge, ihn zu unſerer recht⸗ maͤßigen Sache uͤberzufuͤhren?

Und dieſer Gedanke entzuͤndete ganz offenbar die Hoffnung der bedraͤngten jugendlichen Geſtalt. Eine gluͤhende Morgenroͤthe belebte ploͤtzlich die bleichen Geſichtszuͤge auf das Reizendſte, und dem unſchuldigen Auge war mit Einem Male der ſuͤße Glanz zuruͤckgegeben, der ihm ſchon ſeit einiger Zeit gefehlt hatte. Aber die Furcht wollte eben die Wange wieder ihr bleichen und des Auges