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Blanca— rief ſie nun aus— ja ich weiß, du meinſt es gut mit mir, aber du wirſt auch einſehen, daß deine Liebe zu ihm, ſogar nun noch, da er den Aufruͤhrern angehoͤrt, meiner Liebe zu
dir in den Weg tritt, daß ich ſie mit Gewalt
aus meinem Herzen reißen und ſie verdammen muß, wenn ſein fortdauerndes Verhaͤltniß mit dem Hochverraͤther dich nicht ſtark genug macht, ihm zu entſagen. Schwoͤre mir, Blanca, nimmer die Seinige ſeyn zu wollen, ſchwoͤre mir's bei den Schmerzen der heiligen Jungfrau, vor der wir knieen und deren Geiſt uns ſicher hier umſchwebt und mir die Thraͤnen zuruͤckgegeben hat, welche meiner zerruͤtteten Seele ſo Noth thaten! Huldreichſte Koͤnigin— erwiederte Blanca, und die immer ſtarrer und ſtrenge ſie anſchauen⸗ den Augen Iſabellens toͤdteten ihr jedes Wort auf der Lippe. Sie faßte ihrer Goͤnnerin Hand, aber dieſe entzog ihr ſolche wieder und ſprach: Nein, ohne den heiligen Eid, den ich begehre von dir, keine Gemeinſchaft mehr zwiſchen uns. Ziehe denn— fuhr ſie aufſtehend mit wieder zunehmen⸗ der Heftigkeit fort— ziehe hin mit dem Aufruͤh⸗ rer! Verrathe ihm Alles, was heute und geſtern uͤber jene ſaubere Sonne hier geſprochen wurde,


