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euch entgelten ließe, was es dem Könige vorwirft, der wuͤrde ſchlimm ankommen bei ſeinem reinen Sinne fuͤr Recht und Billigkeit. Nein, Frau Königin. Wahrlich, auch vor dem Wildeſten wäre eure ſchuldloſe Perſon gewiß ſo ſicher ge⸗ weſen, wie jetzt.
So meinet ihr alſo doch, daß der Koͤnig ihnen Urſache zu ihrem Frevel gegeben?
Das ſey fern von mir, wie jeder andere Fre⸗ vel. Auch darf ich mich keines Urtheils anmaßen uͤber meinen Koͤnig und Herrn. Aber die uner⸗ meßlichen Summen, welche dem armen Volke ſchon abgepreßt wurden, der unglaubliche Auf⸗ wand, den der jetzige Krieg ihm noch auferle⸗ gen wird, die Verbannung ſo mancher Stutze des Reichs, zu einer Zeit, wo es deren mehr als jemals bedurfte, und die heilloſe Unordnung, ſo Diebe und Moͤrder auf dem Lande und in Städten ungeſtraft veruͤben, das hat freilich den Unmuth der Menſchen bis zur Verzweiflung ge⸗ trieben; dem boͤſeſten Rauſche von allen, weil Nie mand in ihm weiß, was er thut und redet.
Aus dem traurigen Blicke, den die jugendliche Dame auf den Achſelzuckenden warf, ſchoͤpfte die⸗ ſer den Muth zu einer Bitte, welche ihm heil⸗ bringend erſchien.


