Teil eines Werkes 
2. Theil (1826) Das Verhängniß / von Fr. Laun
Entstehung
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chen, waͤhrend der eine der Oheime des Koͤnigs, der Herzog von Burgund, finſter vor ſich nieder⸗ ſchauend, raſchen Schrittes auf und abging, un⸗ ſtreitig der Antwort nachzuſinnen, zu welcher er fuͤr den Erwarteten beauftragt war.

Darauf erſchien der Herzog von Hereford mit ſeinen Rittern und Edeln, ebenfalls im hoͤch⸗ ſten Schmucke, brachte ſeinen bereits bekannten Heirathsantrag foͤrmlich an, und der Koͤnig, an den er ihn richtete, winkte dem Herzoge von Bur⸗ gund, welcher nach einigem Zoͤgern alſo das Wort nahm: Vetter Hereford, wohl wuͤnſchte ich, euch ein Anderes ſagen zu duͤrfen, oder wenigſtens dem, was ich ſagen muß, ein ſtattliches Maͤntlein umzuhaͤngen. Aber mein gerader Sinn will ſich dem Wunſche nicht fuͤgen. Auch uͤberſchriee wohl des Wortes ſchlimmer Ton, ſelbſt den anmuthig⸗ ſten Schellenklang. Laßt mich daher kurzweg euch erklaͤren, daß kein Verraͤther der Gemahl unſerer Nichte werden kann.

Und eine hohe Glut des Zornes roͤthete plotz⸗ lich das Geſicht des engliſchen Prinzen.

Nur die Gegenwart koͤniglicher Majeſtat iſt es, was meinen Degen jetzt in der Scheide feſt⸗ halt! ſprach er ſtolz zuruͤcktretend, und ſchlug dazu