265 Euch muß ich ja alles ſchreiben!— o der Gedanke an Alfonſinen läßt mich nicht ruhen!
Die Jagd iſt angeſagt; man hat mir einen Wink davon gegeben. Bellamy wird, wie es heißt, durch ein Schnupfenfieber verhindert, für dieſ Mahl dabey zu ſeyn.
18.
Ich, Alfonſiné, bis jetzt genannt Braun, ſchreibe dieſe Zeilen an euch, liebe Geſchwiſter! aus dem fürſtlichen Schloſſe. Euer böſer Bruder hatte mir in vierzehn Tagen auch keinen Buchſtaben, wohl aber ein allegoriſches Bildchen, das nicht eben auf Un⸗ glück deutete, zukommen laſſen. Die Fürſtinn fuhr an. Mehr todt als lebendig mußte ich vor ihr er⸗ ſcheinen.„Ich bringe Bellamy mit“— redete ſie mit der ihr eignen Huld mich freundlich an und ver⸗ ſcheuchte ſchon durch den Silberklang ihrer Stimme jedes Wölkchen von meiner Stirne—„Du haſt dich hoffentlich beſonnen, mein Kind 2*— Das Kind ließ ſich ſchweigend aufs Knie; aber— der angeb⸗ liche Bellamy, der jetzt hervor trat, hieß eigentlich Huldberg— und— ihr mögt dagegen etwas ein⸗ wenden oder nicht, von künftigem Sonntage an habe ich die Ehre zu unterzeichnen
eeure ergebenſte Schweſter Alfonſine Huldberg.
unterh. Bibl. 3.Jahrg. 1. B. M


