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Erzählungen von Friedr. Laun, Carl Streckfuß, Gustav Schilling und Friedr. Kind
Entstehung
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16. buſchigen Gegend einlenkte, äußerte er den Wunſch, lieber auf freyem Felde bleiben zu wollen. Mir konnte das völlig gleich gelten.

So ſonderbar aber auch der Spatziergang an ſich war, ſo würde er mir doch, vielleicht gerade ſeiner Sonderbarkeit halber, bey dem ſchönen Mon⸗ denlichte nicht unangenehm geweſen ſeyn, wenn mein Freund nur auch dann und wann ein Paar Worte von ſich gegeben hätte. Doch ſo war es, als ob ich im ſchauerlichen Reiche der Todten herum⸗ wandelte, und meines Geſellſchafters fortdauerndes ſcheues Umheiblicken und ſeine leiſen Seufzer eig⸗ neten ſich nict, dieſe Nachtparthie behaglicher zu machen.

über eine Viertelſtunde hatten wir nun einen Weg verfolgt worauf ſich, außer dem Acker neben und dem Himmel über uns, kein Gegenſtand ent⸗ decken ließ. Rtzt aber näherten wir uns einer ein⸗ zeln ſtehender Baumgruppe, und da der Schritt meines Begläters auf einmahl um ein Bedeutendes langſamer wirde, ſo betrachtete ich ihn und ſah, wie ſeine Blike ſtarr auf den Bäumen hingen; wie die Angſt in Tropfen auf ſeinem todtenbleichen Ge⸗ ſichte ſtand.

Halt! rief er jetzt, ſich krampfhaft an mich an⸗ drückend.

Was if Ihnen? war meine Frage.

So ſehen Sie doch nur nach den Bäumen dort,?