Teil eines Werkes 
[3. Band] (1858)
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Wort im Munde. Wohlan, ich werde Euch zeigen, daß es nie zu ſpät iſt, um einen Schurken wie Ihr ſeyd, hängen zu laſſen, denn ich ſchwöre bei den Furien der Hölle, daß euer Leben mir für das ihre haſtet.«

Während Jeffreys dieſe Drohungen hervorſchrie, hatte Lady Wentworth's Todeskampf begonnen. Suſanne hatte ſie auf die kalten Steinplatten der Begräbnißcapelle niedergelegt und hielt auf ihren Knien das zurückgelehnte Haupt dieſes Opfers einer verhängnißvollen Liebe. Fitzgerald's Schweſter erwartete jeden Augenblick ſie ihren letzten Seufßzer aushau⸗ chen zu ſehen.

Nicht ohne großes Erſtaunen hörten alle Zeugen dieſes feierlichen Auftritts die Sterbende mit matter erlöſchender Stimme Worte murmeln, die indem ſie aus ihrem Munde kamen, die geheimnißvolle Autorität eines Wunders zu haben ſchienen.

»Doctor,« ſtammelte ſie,fürchtet nichts. Meine ſter⸗ bende Stimme iſt es, die es Euch ſagt: Dieſer Menſch, dieſer Freund Jacob Stuart's und des Henkers, wird eher ſterben als Ihr. Gott iſt gerecht den Platz, den er mir heute unter dieſen Steinplatten an Monmouth's Seite verweigert, wird er morgen ſelbſt einnehmen.«

»Welch ein unpaſſender Scherz!« rief der Oberrichter mit einem Hohngelächter, welches das leichte ſanfte Flüſtern übertäubte, als Lady Wentworth ihren letzten Seufzer aus⸗ hauchte.

Jeffreys betrachtete nach dieſem Ausruf Monmouth's Leiche lächelnd, die ſeiner Geliebten mit gleichgiltigem Blick und die Irländerin endlich mit einem leicht ſpöttiſchen Ausdruck.

»Da ſehd Ihr nun in eine ſchöne Verlegenheit gerathen, Suſanne,« ſagte er.»Aber in der That, Ihr habt blos, was