Teil eines Werkes 
[3. Band] (1858)
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Welche Seele ward unter dieſem ganzen Ocean von Köpfen von ſo entſetzlichen Schlägen getroffen, wie die Henriettens, die ſich nur mit Hilfe von Suſannens Armen aufrecht zu erhal⸗ ten vermochte?

Muth, Mylady,« ſagte die Irländerin zu Lady Went⸗ worth.»Bedenket, daß Ihr die Erlöſung in euren Händen habt. Bedenket, daß einige Stunden, nachdem der Herzog den letzten Seufzer ausgehaucht hat, das Gift auch euren Qualen ein Ende gemacht haben wird!

Suſanne, meine Freundin, meine Schweſter,« mur⸗ melte Henriette,wißt Ihr, weshalb ich ſo weine, ſo ächze und zittere? Nein, nicht um des blutigen Todes meines geliebten James willen. Entſchloſſen zu ſterben, beſitze ich nicht mehr jene weibliche Furchtſamkeit, welche uus ſo oft zwingt, vor dem Blitzen des Henkerbeils die Augen zu verſchließen. Meine ganze Seele würde in der jetzigen Stunde unerſchrocken und unverzagt ſeyn, wenn ich gewiß wüßte, daß Monmouth muthig ſterben wird.

Wie, Mylady, höret Ihr nicht in Euch jene Stimme, welche mir zuruft: Er wird ſterben wie ein König und wir werden einem unausſprechlich erhabenen Schauſpiel bei⸗ wohnenl*

Lady Wentworth ſchlang ihre beiden Arme um Suſan⸗ nens Hals und drückte einen glühenden Kuß auf ihre Stirn.

Dank, o meine begeiſterte Tröſterin!« rief ſie mit plötz⸗ lich überwallendem Herzen,»Dank für eure edlen Worte, Dank für euern Glauben! Dennoch aber glaubet mir, ſelbſt wenn er als Feigling ſterben ſollte, werde ich doch nicht auf⸗ hören, ihn zu lieben. Nein, nein, meine Liebe würde ſtär⸗ ker ſeyn als ſeine Schmach. Aber welchen Dank würde ich