Teil eines Werkes 
[3. Band] (1858)
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indem er in der That außer der Kanne Branntwein einen neuen Strick von der bezeichneten Länge mitbrachte.

Er ſtürzte ein Glas Branntwein hinunter, das ihm von ſeinen ehrenwerthen Gäſten angeboten ward, ſtieß mit ihnen an und ließ ſie bald darauf allein den Lehrer ſowohl als den Schüler den einen begierig, gut zu lehren, den andern voll Eifer ſich zu unterrichten.

Jack Ketch nahm eine ſehr ernſte Miene an.

»Du wirſt, mein lieber Roſe, an mir anfangen,« ſagte er.Ich bin der Delinquent Du biſt der Henker. Vor allen Dingen muß ich genau wiſſen, wie weit deine Kenntniſſe reichen. Schneide dieſen Strick in zwei Theile, den einen von fünf, den andern von drei Fuß. Jetzt laß einmal ſehen, wie Du deine Schlinge machen wirſt. Rein, ſo iſt's nicht recht, Freund. Schau her ſo macht man ſie. Binde dieſes Ende an dieſen Balken. Gut. Nun bringe dieſe beiden Schä⸗ mel her.*

Roſe gehorchte eifrig allen dieſen Befehlen ſeines Lehr⸗ meiſters und dieſer zeigte ſich mit der Gelehrigkeit ſeines Schü⸗ lers ſehr zufrieden.

»Nach dieſen vorläufigen Dingen, die nicht ohne ihre Wichtigkeit ſind,« fuhr Ketch fort,wollen wir zu Operatio⸗ nen übergehen, welche ernſtere Schwierigkeiten darbieten. Nimm jetzt dieſen zweiten Strick und binde mir die Hände auf den Rücken. Ach, Unglücklicher, auf dieſe Weiſe muß man das nicht machen! Du verſtehſt vielleicht wohl einen Ochſen mit den Hörnern an den Pfahl zu binden, ganz ge⸗ wiß aber haſt Du keine Ahnung davon, wie man einem Men⸗ ſchen die Hände auf den Rücken bindet. Mach dieſen Knoten wieder auf; er iſt viel zu ſcharf zuſammengezogen. Die Hu⸗

manität verlangt, daß man dem Delinquenten nicht unnätze