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Das Geräuſch, welches Roſe's Ketten bei ſeiner plötzli⸗ chen Bewegung machten, ſchien Keich's Aufmerkſamkeit zu erregen. Wie um die Urſache des Geräuſches zu ermitteln, richtete er die Augen nachläſſig auf den Punkt, von welchem es ausging, und ſein Blick begegnete dem ſeines Mitgefan⸗ genen.
Sofort ſchien eine Anwandlung wirklicher oder erheu⸗ chelter Wuth ſich ſeiner zu bemächtigen, wodurch die Furcht. welche Roſe empfand, nur noch höher geſteigert ward.
„Ha, Ihr ſeyd es, Mr. Ketch,« ſagte der arme Schelm mit vor Angſt erſtickter Stimme,„was führt Euch denn hierher?*
„Ihr,« antwortete Ketch in kurzem Tone.
Ein krampfhaftes Zittern ſchüttelte Roſe's ganzen Körper.
„Was, murmelte er,„noch heute Abend?*
„Ja wohl!— ſofort!— augenblicklich!«
„Nein, nein; niemals hätte ich geglaubt, daß Mylord Jeffreys Euch zu mir ſchicken würde.«
„Warum denn nicht? Kennt Ihr denn nicht die Un⸗ dankbarkeit ſeiner Seele?«
„Ich konnte mir nicht denken, daß ſie ſo weit ginge— ſo viele Dienſte durch den Tod zu belohnen!*
Bei dieſen letzten Worten Roſe's heuchelte Ketch ein Ge⸗ miſch von gewaltigem Erſtaunen und plötzlicher Furcht.
„Wiel« ſchrie er,„um einer ſolchen Kleinigkeit willen ſoll ich gehängt werden?*
„Gehängt, Mr. Ketch? Wer ſagt denn das?“
„Nun, Ihr ſagt es, Mr. Roſe— ich nicht.*
„Was ſage ich denn?«


