ſeyn! Wie wird Ketch es anfangen, ſich und mich von dieſem ſtörenden Roſe zu befreien? Es muß wirklich ein intereſſantes Schauſpiel ſeyn. Roſe iſt ſtark wie ein Herkules und dennoch kann er überzeugt ſeyn, daß ihm der Garaus gemacht werden wird, wenn er es nicht vielleicht ſchon iſt. Wie herrlich! wie herrlich!
Der Oberrichter ward durch Chiffinch's Eintritt unter⸗ brochen.
„Ihr ſehet,“ ſagte der Page des Königs,„daß ich mich beeilt habe, eurer Einladung Folge zu leiſten, Mylord.“
„Hat man Euch denn geſagt, lieber Freund, daß ich Euch zu einem Leichenbegängniſſe einlade?“
„Wozu dieſer ſchlechte Scherz, Mylord?«
„Weil Ihr gerade ſo ausſehet wie ein Menſch, der in ein Trauerhaus tritt.“
Jeffreys Bemerkung war vollkommen gegründet.
Der erſte Page des Königs flößte durch ſeinen Anblick wahrhaftes Mitleid ein. Seine früher ſo glänzende, ſo nette und ſo gewählte Toilette war jetzt auffallend vernachläſſigt. Sie verrieth unverkennbar die Verſtimmung und Zerſtreutheit eines Menſchen, welcher bis jetzt einen ſehr großen Theil ſei⸗ ner Zeit der gelehrten Combination des Coſtüms gewählt hatte. Sein langſamer Schritt, ſeine unentſchiedene Haltung, ſein düſteres Auge, ſein bleiches, abgemagertes Geſicht, ſeine verſtörten Züge, die ganze Erſcheinung ſeiner Perſon machten den Chiffinch des Königs Jacob zum ſeltſamſten Gegenſatze, zu dem Chiffinch des Königs Carl.
„Na,« fuhr Jeffreys fort,„legt doch ein wenig dieſe Leichenbittermiene ab, ſonſt fange ich am Ende ſelbſt noch an zu weinen.*


