Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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für mich, wenn ich ſehe, daß Sie immer an ihn denken.

Ach, mein Golt!... ich ſagte dieß wie etwas Anderes, antwortete Ninie;da es Dir aber miß⸗ fällt, ſo werde ich ihn nie mehr in Mund bringen, mein Lieber; ich denke wahrlich nicht mehr an Adolph, welcher mich ſauber ſitzen ließ!... Ol er hat ſchlecht an mir gehandelt!... Jetzt liebe ich Dich, aber ihn nicht mehr!... Du kannſt ganz ruhig ſein.

Ich geſtehe, daß ich nicht im Mindeſten mich be⸗ unruhigte und daß meine Liebe zu Ninie mich nicht am Schlafe hinderte. Uebrigens legte mir die Be⸗ kanntſchaft mit der Kleinen nichts in den Weg, und ich beſuchte meine gewöhnlichen Geſellſchaften jetzt wie früher. Wohl ſah es Ninie ſehr gerne, wenn ich ſie in das Theater führte oder mit ihr bei einem Gaſtwirth dinirte, wenn ich ihr aber ſagte, es könne heute nicht ſein, ich habe Geſchäfte, ſo antwortete ſie mir auf's Liebreichſte:Nun, mein Freund, dann iſt's ein anderes Mal, nicht wahr?

Ich gab ihr das Nothwendigſte: einen Shawl, Hut, ein Kleid und kleinere Halstücher, aber in ſo einfachem Geſchmack, daß ich dadurch meiner Börſe nicht zu wehe that; doch fand ſie Alles herrlich, und der beſcheidene halbſeidene Shawl hatte ihr eben ſo viel Freude gemacht, als ein Caſchemir; ſie iſt nicht gefallſüchtig, mit jedwedem Geſchenke zufrieden und ſchont ihren Putz. Dieſes junge Mädchen hat wirk⸗ lich gute Eigenſchaften.

Seit einigen Tagen führe ich ſie nicht aus ihrem