Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

93

7

„J⸗

Jolivet hat keine Zeit, mich hr über ihn zu fragen; wir Km uns, und er wählt ſich ſeinen Platz neben Herrn Blagnard.

Herr Blagnard verlangt zuerſt Oſtender Auſtern und Sauterne⸗Wein dazu, ferner Beaune, erſte Sorte, über Tiſch. Ich ſehe voraus, daß unſere Zeche, wenn wir in dieſem Tone fortfahren, unſern Voran⸗ ſchlag bei weitem überſteigen wird; aber weder ich, noch Jenneville halten uns darüber auf; wir wür⸗ den uns ſchämen, wenn wir vor zu großem Auf⸗ wand irgend eine Furcht äußerten. Im Gegentheil ſpielen wir, da wir nicht zurückbleiben wollen, eben⸗ falls den reichen Kapitaliſten. Es geht nichts über die Eigenliebe, um Tollheiten zu machen; allerdings iſt ſie auch manchmal die Triebfeder zu guten Hand⸗ lungen.

Dubois, welcher nie rechnet, läßt ſich in großen Zügen den Sauterne und Beaune ſchmecken. Bei Jolivet iſt dieß nicht der Fall; er hängt das Maul, weiß nicht, ob er trinken ſoll, und während Blag⸗ nard Schnecken mit Trüffeln und gebratene Faſanen verlangt, langt er nach der Speiſekarte und ruft aus:„Warten Sie einen Augenblick, meine Herren, wir wollen zuerſt nach dem Preiſe ſehen!...

„Pfui!... Sieht man jemals nach dem Preis““ ſagte Blagnard.„Was bekümmert uns das? Wir bezahlen, dann iſt es fertig...“

„Ja wohl,“ ſagte Dubvis,„man bezahlt, dann iſt man im Reinen.. aber bei Jolivet verhält es