Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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kellungen. Der Egoiſt!... Sich beklagen, weil dieſe junge Frau ihm zunächſt ſi ſitz, weil ihre Arme und

vielleicht ihre Füße die ſeinigen berühren... ach⸗ ich möchte wohl an ſeiner Stelle ſein!... allein ich bin noch keine dreißig Jahre alt und dieſer Herr beinahe ſechszig; indeß glaube ich, daß die Schönheit auch in meinem ſpätern Alter noch einen füßen Einfluß auf mich ausüben wird. Vielleicht wird nichts dar⸗ aus.. doch muß man die Hoffnung nicht aufgeben.

Die Dame hat einige Worte gemurmelt:Meine Herren, es thut mir ſehr leid; wenn ich Sie zu ſehr genire, ſo bleibe ich nicht.

Der große trockene Mann wagt es jedoch nicht, ſie zurückzuweiſen, während der junge Herr noch mehr rückt, um ihr Platz zu machen, und ihr betheuert, er ſitze ganz bequem. Sicherlich fand er ſie auch nach ſeinem Geſchmacke.

Die Dame ſcheint allein zu ſein, denn ich ſehe Niemand in ihrer Begleitung. Allein im Theater und in der Loge.. hm! Wir wollen indeſſen nicht zum Voraus urtheilen; ſie kann einen Mann, Ver⸗ wandten oder Freund im Parterre haben; vielleicht wartet man an der Thüre auf ſie.

Der Saal füllt ſich. Wir befinden uns im Theater de la Gaitö; man ſpielt die erſte Vorſtellyng eines Melodrama's: etwas Wichtiges für alle n Theatergäſte, für die Liebhaber des Borlevard du Temple und ſogar der andern Stadtviertl. In der That, warum ſollte man nicht eben ſo gut die Me⸗ lodramen der kleinen Theater wie die depgroßen be⸗