Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

139

geliebt, nicht verurſacht. Wir ſprechen nicht von Liebez allein wir wiſſen wohl, daß wir uns das ganze Leben lang lieben werden.

Auguſtine wohnt ferner noch bei Julietten bis zur Rückkehr ver ſchönen Jahreszeit. Jetzt ſehe ich ſie jeden Tag; warum ſollten wir uns nun des Vergnügens, bei einander zu ſein, berauben?

Wenn der Monat Mai dem Felde ſeinen Schmuck wieder gegeben hat, kehrt Auguſtine nach Luciennes zurück. Hier in dieſem geliebten Landhauſe ſoll ich den Lohn der Liebe empfangen. Jene Gebüſche, jenes dichte Gehölz, die Zeugen meiner Seufzer, ſind jetzt die meines Glücks. Auguſtine gehört mir an, ſie wird meine Frau. Ich habe an meinen Vater geſchrieben; er mußte wohl ſeine Einwilligung geben. Außerdem hat Auguſtine tauſend Franken Renten; iſt das mit dem, was ich noch habe, nicht mehr als genug, um glücklich zu leben?

Endlich iſt ſie meine Frau. Ich habe ſie zu meinem Vater geführt, der ſie reizend fand und mir zu meiner Wahl Glück wünſchte. Auguſtine weiß die ganze Welt in ſich verliebt zu machen und will nur mich lieben. Im Winter wohnen wir in Paris und im Sommer verlaſſen wir Luciennes nicht. Juliette beſucht uns oft: ſie iſt glücklich in unſerm Glück. Auch Dubvis beſucht uns manchmal und erzählt uns ſeine Tollheiten und meine Frau entſchuldigt dieſelben mit ſeinem guten Herzen.

O S