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führe ſie in den Saal, ſetze ſie nieder und mich neben ſie. Ninie geht hinaus mit den Worten:„Ich will bei Ihnen wachen, damit Sie ſich nicht zu fürchten brauchen.“
Wir ſind mehrere Minuten bei einander und kei⸗ nes hat noch ein Wort geſprochen. Ich halte Augu⸗ ſtinens Hände, ihr Kopf ruht an meiner Bruſt und ſie vergießt Thränen, die ich traurig fließen ſehe.
„Sie haben mich noch einmal ſehen wollen,“ ſagt ſie endlich zu mir,„da bin ich.. ich glaubte nicht, Ih⸗ nen dieſe unbedeutende Gunſt verweigern zu müſſen.“
„Unbedeutende Gunſt! Können Sie ſo das Ver⸗ gnügen bezeichnen, das ich habe, indem ich wieder bei Ihnen bin, theure Auguſtine!... Ach, verzeihen Sie, Madame, ich weiß, daß ich Sie nicht mehr ſo nennen darf.“
„Nein, jetzt bin ich nicht mehr frei... ach! ich war es nie! Wenn ich immer daran gedacht hätte, wäre ich jetzt nicht ſo unglücklich!“
„Wie können Sie ſich Vorwürfe machen? Sie, die immer einem Manne treu blieb, der ſie verlaſſen hatte. der nur zu Ihnen zurückkehrte, als...“
„Herr Deligny, vergeſſen Sie nicht, daß er mein Gemahl iſt.“
„Ach, ich weiß es nur zu gut, allein das kann mich nicht abhalten, Sie anzubeten.. ja, Madame, obgleich ich nie die Liebe erwiedert erhielt, die mich quälte, ſo werde ich Sie doch ewig lieben.. werde Sie nie vergeſſen. Ach, werden Sie nicht böſe, ent⸗ fernen Sie ſich nicht von mir! Bedenken Sie, daß


