46 das nicht, und wenn ich ſehen muß, wie Sie mich immer fliehen, ſo muß ich wohl annehmen, daß ich Ihnen nicht mehr ſo angenehm bin und meine Gegen⸗ wart Sie ermüdet...“ „Paul, Sie bedenken nicht, was Sie ſprechen...
ich habe Sie in meinem Herzen leſen laſſen in
dieſem Herzen, das ſich nicht genng verſtellen kann! Das Gefühl, das Sie mir eingeflößt haben, iſt— leicht ein Verbrechen; allein, wenn ich auch die Kraft habe, es Ihnen zu verbergen, ſo wi h Sie voch nicht des Vergnügens berauben, das Ihnen die Gewißheit, geliebt zu ſein, verurſacht.“
„Es iſt alſo wahr!... Sie lieben mich!“
„Ja ich liebe Sie... allein ich flehe Sie an, mich nicht noch ſtrafbarer zu machen; die Gewißheit, daß Ihr Bild immer hier ſein wird, muß Ihnen genügen!“
„Sie lieben mich!... und wollen, daß dieſer Ge⸗ danke nicht alle meine Sinne feſſle... daß ich nicht wünſche, den ſtärkſten Beweis davon zu haben!“
„Es iſt alſo nicht der ſtärkſte Beweis, daß ich Ihnen geſtehe: ich liebe Sie? Ach, mein Freund! was Sie weiter wünſchen, iſt nicht immer ein großer Beweis von Liebe!“
„Wenn es in Ihren Augen weniger iſt, als das, was Sie mir ſchon gewährt haben, warum verwei⸗ gern Sie es mir?“
„Mein Freund, Sie wollen alſo, daß ich ganz ſchuldig werde?“
„Wie können Sie denn ſagen, daß das Sie ganz
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