Erſtes Kapitel. Der Mann bei dem Liebhaber.
Ich bleibe bei dem Anblick Jenneville's unbeweg⸗ lich ſtehen und weiß nicht, ob er meine Bläſſe und meine Beſtürzung bemerkt; aber er lächelt höhniſch⸗ indem er zu mir ſagt:„Ich bin entzückt, Sie zu Hauſe zu treffen.“
Er tritt herein und ſetzt ſich in den Lehnſtuhl, welchen einen Augenblick zuvor ſeine Frau einnahm, die ſich zwei Schritte von da hinter der Glasthüre befindet. Ich habe nicht die Kraft, ihn zurückzuhal⸗ ten; ich folge ihm, bleibe aber vor ihm ſtehen und entgegne:„Es iſt wirklich ein Zufall, daß Sie mich getroffen haben, denn ich wollte eben ausgehen.“
„Ihr Portier hat mir geſagt, Sie ſeien krank... Sie wären fürchterlich geſtürzt!“
„Ja, das iſt wahr, aber ich bin wieder geneſen ich glaube, daß mir die friſche Luft gut thun wird.“
„Sie ſcheinen übrigens noch bedeutend geſchwächt Ich finde Sie ſehr blaß.“
„O, das iſt eine Folge meines Sturzes... Ich will zu meinem Arzte gehen und...“
„Ich werde Sie begleiten, denn ich habe mit Ih⸗ nen zu ſprechen.“


