142
Sohnes ſind, warum haben Sie denn dieſen Eng⸗ länder heraufgehen laſſen, da doch mein Sohn nicht zu Hauſe iſt?“
„Ich, Haushälterin!“ ſagte die Frau Ledoux, ſich meinem Vater nähernd,„was ſoll dieß heißen, mein Herr? Erlauben Sie, ich bin in meinem Hauſe, dieß Haus gehört mir! ich habe aber das Logis des Signor Delzini Ihrem Sohne nicht geliehen, daß man meine Köchin verführt und ſich erlaubt, bei ihr... Ach pfui... welches Scheuſal!... ein gebildeter Mann ſich mit einem ſchmutzigen Weibsbilde abgeben!... Dieß hätte ich nicht geglaubt!“
„Wie, Madame, mein Sohn iſt hier nicht in ſei⸗ nem Hauſe?“
„Nein, er iſt in dem meinigen, und zwar aus Gefälligkeit von mir.. aber Sie kamen an, man wollte Ihnen weiß machen, man ſei reich, und wollte Ihnen ſeinen ſchlechten Vermögensſtand verhehlen. Ich habe mich dazu hergegeben, weil ich geglaubt habe, man habe Bildung; aber man muß mir das Logis heute Vormittag noch räumen. Der Signor Delzini wird zurückkommen... eine Köchin.. eine Jungfer Girard!... wie unſchicklich!...“
„Warum Sie mich immer nicht heilen wollen?“ ſagte der Engländer wieder grimmig, während mein Vater, dem theilweiſe ein Licht aufgeht, aufgeregt in dem Salon auf und ab geht. Ei,“ ſagt Dubois,„was fehlt Ihnen denn?“ „Ich habe es bereits dem Herrn geſagt: ich habe den Ver tout seul.“
F—


