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„Was wollen Sie, meine liebe Ninie; ich bin nicht immer Herr über meine Zeit.“
„Ach freilich! es iſt nicht mehr wie früher... Setzen Sie ſich doch.. Warten Sie, bis ich einen Seſſel finde, auf dem nichts liegt... früher ſaßen Sie auf mein Bett, wenn kein leerer Platz da war.“
„Ich werde mich wieder darauf ſetzen, Ninie.“
„O nein! jetzt ſchickt es ſich nicht mehr... hier iſt ein Seſſel, mein Herr.“
Die Kleine ſtellt mir mit halb ernſthafter, halb lächelnder Miene einen Seſſel hin, wirft ihre Arbeit auf die Seite und ſetzt ſich mir gegenüber. Ich ſehe ſie eine Zeitlang an und bemerke, daß ſie ganz rothe Augen hat.
„Waos fehlt Ihnen denn, Ninie?... Sie haben geweint.“
„O ja, ich weine gegenwärtig oft.“
„Und warum denn?“
„Ach! um mich zu zerſtreuen.“
„Das iſt eine ſonderbare Zerſtreuung; erzählen Sie mir Ihren Kummer... Wenn ich Sie auch lange nicht beſucht habe, ſo dürfen Sie mir doch glauben, daß ich deßhalb nicht weniger Ihr Freund bin... Nun, ſagen Sie mir, warum Sie geweint haben?“
„Weil mich die Sehnſucht quält.“
„Sie quält die Sehnſucht, und nach wem?“
„Ich weiß nicht, ob nach Ihnen oder nach Adolph.“
„Ich bin es überzeugt, nach Adolph.. Sie ha⸗ ben mir geſchrieben, er habe ſich gegen Sie ſehr ſchlecht betragen.. Was hat er denn gethan?“
„


