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glaube ich, meine Bekanntſchaft könne ihr keine Blöße geben.“
„Ich habe ihr nichts verboten.“
„Verzeihen Sie mir, Sie haben es ihr verboten, ſie hat es mir vor der Frau Mattour geſagt, bei der ich mich beklagte, daß ſie mich nicht mehr be⸗ ſuche.. ich werde es Ihnen durch die Nachbarin und Frau Lebveuf beweiſen laſſen, und ℳ.
„Um Gottes Willen, Jungfer Charlotte, verſcho⸗ nen Sie mich mit Ihrem Geſchnatter... mit Ihren Worten...“
„Ich habe kein Geſchnatter, mein Herr; ſoll ich Frau Mattoux rufen?“
„Nein, Sie brauchen Niemand zu rufen. Uebri⸗ gens konnte ich zu Ninie ſagen, was mir beliebte; es mag Ihnen mißfallen oder nicht, mir iſt es einerlei. Ich bin nicht hiehergekommen, um mit Ihnen zu plaudern.“
Charlotte erwiedert nichts; ſie beißt ſich in die Lippen. Ich hatte wohl Luſt, über das Geſicht, das ſie ſchnitt, zu lachen, aber ich faßte mich, weil ich ſie nicht in Wuth ſetzen wollte. Ninie rührt ſich nicht aus Furcht vor mir und vor Charlotten.
Nach einiger Zeit ſagte Charlotte zu mir:„Haben Sie Ihren Freund, Herrn Dubois, ſchon lange nicht mehr geſehen?“
„Vor mehreren Tagen ſah ich 4.
„Wenn Sie ihn ſehen, ſo wollen Sie ihm ge⸗ 1 fälligſt ſagen, ich halte ihn für einen Gaſſenjungen; man beträgt ſich gegen ein Frauenzimmer nicht ſo⸗
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