— 283—
iner weinen Dankbarkeit entrichten. Ich weiß, daß ihr Glaube mich
verdammt, aber ihr Herz liebt mich dennoch. Sage ne Liche zu ihr, daß ich mit meinem letzten Athemzuge ſie ſegne— vor ihtem doch es iſt ſchon ſo finſter,“ unterbrach ſie ſich raſch alle Schuld und blickte mit ihren erlöſchenden Augen umher,„Oheim, ſer Stunde iſt es nicht Zeit zum Abendgebet?“ doß ich Und ihre Lippen bewegten ſich ſtill, und lautlos ausſprechen betete ſie die Worte, welche allabendlich ihr Volk zum der meines Herrn der Welt aufſendet: n Chriſten„Du läſſeſt den Tag ſchwinden und in flüher führſt die Nacht herauf— gelobt ſeiſt ußte, und Si§err, den Du e Abend werden mein Ge⸗ läſſeſt!“ urs brohen Und ihres Lebens Abend war gekommen....—
e belaſen. Tiefer und tiefer ſank ihr Haupt an Arthur's Bruſt
und ſtill und lautlos war es rings umher. Die Nacht brach herein, kein Lüftchen regte ſich, und immer noch Arthu tniete Arthur vor der Entſchlafenen, als fürchtete er ihre
guß auf Ruhe zu ſtören. Da ließ zum letzten Male Julian
zolke Iſtael
Morales, der in einem herben, ſturmvollen Leben zu
i liheh weinen verlernt hatte, ſeine Hand über die theuren Züge zulin ihr gleiten und führte dann Arthur mit ſanfter Gewalt von Ule 2 ₰
ihrem Lager. Das Licht der Lampen fiel voll und
tdu ſtralend auf das liebreizende Antlitz— da lag die ent⸗ dam** ble ſeelte Hülle, ein klaſſiſches Bild himmliſcher Ruhe, wie d Jabe⸗ 3
tni Marmor, von Gottes Hand geformt!
ſe
mlich, dß
Porle zu
„ meinet
Ui


