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„Ihre letzte Bitte?“
„Ja, die letzte Bitte, deren Gewährung ſie von ihrer Königin erflehte. Vielleicht wird ſie dennoch ihre Irrthümer erkennen und abſchwören und die Gnade des Himmels in ihrer Einſamkeit ſie erleuch— ten— aber es iſt kaum zu hoffen. Sie bat uns, ihr die Rückkehr in ihre Heimath zu geſtatten und gelobte uns feierlich, dieſe nie wieder zu verlaſſen, und weder ihr Volk, noch das unſere außzuſuchen.“
„Iſt ſie dort,“ rief Arthur im Ausbruch ſchmerz⸗ licher Freude,„ſo lohne Euch Gott, was Ihr ge⸗ than!“
„Ja, ſie iſt dort,“ verſetzte Iſabelle,„denn ihr Wort wird ſie halten, obgleich ſie Jüdin iſt. Im Novizengewande ward ſie von Pater Dioniſio an die Grenze von Kaſtilien geführt— Weiteres wiſſen wir nicht, auch wollten wir nicht erfahren, wo ihre Heimath liegt.“
Arthur ſchwieg eine Weile, dann beſchwor er knieend mit der Beredſamkeit eines liebenden Herzens die Königin, ihm eine kurze Friſt zu gewähren, um nur ein einziges Mal noch Marien in ihrem fernen und einſamen Zufluchtsorte zu ſehen. Er fühlte ſich unfähig, ewige Trennung von ihr ohne ein letztes Lebe⸗ wohl zu tragen und verpfändete ſeine ritterliche Ehre, der Königin Willen zu ehren und keiner Verſuchung zu heimlicher Verbindung zu weichen. Und Iſabelle— vielleicht von ſchwacher Hoffnung bewegt, daß es Arthur gelingen möchte, was ſie vergebens erſtrebt hatte—


