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Marie Henriquez Morales : Erzählung / Grace Aguilar. Frei bearb. u. mit e. Vorw. vers. von J. Piza
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gangspunkt der Operationen bilden ſollte, mit genügen⸗ den Streitkräften zu beſetzen. Vor ſeinem Aufbruche war er noch ſo glücklich, durch Iſabellens Vermittelung in ſcheinbar zufälligem Zuſammentreffen Marien zu ſehen. Sie war unter dem Einfluſſe der beſonderen Obhut und Pflege, deren ſie ſich unter dem Schutze der Königin er⸗ freute, allmälig aus der niederbeugenden Gewalt des Leidens zur Geneſung und Faſſung erſtarkt, und ſtille Ergebung hatte den nagenden Schmerz herber Erinne⸗ rungen ſanft aus ihrem Herzen gelöſ't. Sie erblaßte, als ſie Arthur wiederſah, aber die Ruhe, welche ſie end⸗ lich unter Thränen errungen hatte, verließ ſie nicht. Nur einmal zitterte ihre Stimme— es war, als ſie Arthur beſchwor, des Vergangenen nicht mehr zu geden⸗ ken und ihm betheuerte, daß Alles, was ſie für ihn ge⸗ than, nicht der Dankbarkeit werth wäre, die er ſo warm an den Tag legte. Schon wollte er mit dem gewohn⸗ ten Ungeſtüm ſeiner tiefgewurzelten Leidenſchaft antwor⸗ ten— aber vor Mariens tiefernſter Haltung mußte er ſtill die Blicke ſenken. Sie war nicht mehr das ſchüch⸗ terne, hingebende Mädchen, das unbewußt dem geliebten Manne mit jedem Worte, jeder Bewegung das Geheim⸗ niß ihres Herzens verrieth— vor ihm ſtand das viel⸗ geprüſte Weib, das nur noch zu entſagen wußte. Und dennoch wagte Arthur zu hoffen. Als er ſchied, ſprach Iſabelle troſtvolle Worte, verhieß ihm huldreich, Mariens verödetes Herz, wenn auch erſt nach Monaten und Jah⸗ ren, den früheren Gefühlen zurückzugeben und ſeine ſehnlichſten Wünſche durch ihr königliches Wort zu unter⸗