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fiel. Eilig hob er es auf und las mit laut klopfendem Herzen:
„Dem Sennor Stanley im Vertrauen dieſe
Zeilen: Das Auge der Liebe, das jede Verſtellung
durchdringen ſollte, war diesmal minder ſcharf,
als Frauenblick. Diejenige, an deren Schickſal,
wie wir meinen, Sennor Stanley Antheil nimmt,
und deren Bemühungen er Leben und Ehre ver⸗
dankt, befindet ſich unter dem Schutze ihrer Kö—
nigin. Dies diene dem wunderbar Geretteten
zur vorläufigen Beruhigung und bleibe jedem Andern verſchwiegen.“
Iſabelle R.
Arthur drückte das koſtbare Schreiben im Rauſche
des Entzückens an die Lippen. Wieder und immer wie—
der las er die lieben Zeilen, als könnte er mit dem
durchdringenden Blick ſeiner freudeleuchtenden Augen jeden
Buchſtaben auf ewig in ſein dankerfülltes Herz pflanzen.
Ihm war, als fühlte er wieder die ſanfte Berührung
jener zarten Hand, als begegnete er wieder jenen lieb⸗
lichen Augen— und er begriff Alles. Der arme, zur
Ohnmacht erſchöpfte Knabe, der junge Novize war
Marie! Ohne die Verweigerung ihres Zeugniſſes wäre ihm
keine Friſt bewilligt, ſondern der Tod durch Henkershand
ſein Loos geworden— und nun hatte ſie ihn zum
zweiten Male gerettet! Vor ſeiner glühenden Sehnſucht,
ihr auf den Knien für ihre edelmüthige Aufopferung zu
danken, trat ſelbſt der Eindruck des verlebten,
Tages zurück. Die Ungewißheit über das
freudigen Schickſal,
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