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unerhörtſi
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Freveln mißbraucht hatte. Alexander der Sechſte je⸗ doch, in einem ſchmach⸗ und laſterbefleckten Leben er⸗ graut und unfähig, in den reinen, unentweihten Geiſt des Franciskanerpriors einzutreten, lächelte mitlei⸗ dig und erwiederte, der Sendling des ſpaniſchen Hofes möchte ſich mit ſeiner Botſchaft wohl etwas verſpätet haben, denn der würdige, eifrige Diener Roms, deſſen Beſtrafung man wünſchte, habe bereits, nachdem er zu den Füßen des heiligen Stuhles ein reumüthiges Be⸗ kenntniß ſeiner Verirrungen niedergelegt, Abſolution er— halten und ſei nun vermöge ſeines durch Buße geläuter⸗ ten Sinnes und ſeiner glänzenden Fähigkeiten im Be⸗ griffe, zu den höchſten Würden der Kirche emporzu⸗ ſteigen.
Vergebens erſchöpfte ſich Pater Francisko in Gegen⸗ vorſtellungen und redete freier vor dem Kirchenfürſten, als dieſer in ſeiner unmittelbarſten Nähe zu geſtatten pflegte:— Alexander der Sechſte hatte dem Ausbruche der bitterſten Enttäuſchung nur ein höhniſches Achſel⸗ zucken entgegenzuſetzen, und tiefgebeugt kehrte der wahr⸗ haft fromme, gottergebene Prior nach Spanien zurück.
Noch an demſelben Tage, da der Familiar durch ſein umfaſſendes Geſtändniß Arthur Stanley von allem Verdacht gereinigt hatte, wurde dieſer in der Kathedrale von Segovia im Beiſein des verſammelten Adels, der Staatsdiener und Prieſter, ſowie der vornehmſten Bürger 16*


