„O niemals!“ hauchte Marie erſchüttert.
„Was anders wäre alſo das Ende Eurer Leiden⸗ ſchaft, als Elend und Verzweiflung? Du wäreſt ewig verſucht, Alles für ihn außzuopfern und Deine Seele mit einem Meineide zu beflecken! Und wenn Du gar alle Bande zerſchnitteſt, die Dich an Deine Väter, an den Gott Iſraels knüpfen, wäreſt Du dann glücklicher? Nein, mein Kind, Du biſt frei; das Wort eines unerfahrenen Mädchens iſt bedeutungslos. Du begehſt kein Unrecht an dem Fremdling, wenn Du nicht länger ſeine nichtigen Hoffnungen nährſt. Folge mir, und Alles iſt vergeben und vergeſſen und Du biſt wieder meine Marie, meiner Mirjam Kind!“
Marie ſchwieg. Doch obgleich ſie nichts erwiederte, war ſie doch von ihres Vaters Worten nicht überzeugt worden. Sie hatte Arthur nicht verſchwiegen, daß ſie ihm nie angehören konnte, aber ſie hatte ihm ihre Liebe geſtanden— wofür mußte er ſie halten, wenn er ſie als das Weib eines Andern wiederſah? Und durfte ſie Fer⸗ dinands Liebe mit einem Herzen vergelten, das nicht mehr ihr gehörte? Sie fühlte, daß eine ruhigere Stunde kom⸗ men mußte, um ſie dieſen quälenden Zweifeln zu ent⸗ reißen und zu beſonnenem Entſchluſſe zu führen, aber zum Entſchluſſe blieb keine Zeit, denn noch harrte Hen⸗ riquez des zuſtimmenden Wortes, als die Zweige am Ein⸗ gange des Zeltes zurückgebogen wurden und eine hohe, männliche Geſtalt auf der Schwelle ſtand. Marie ſprang auf mit einem unterdrückten Schrei. Sollte ſchon jetzt die Erfüllung des kaum gethanen Gelübdes gefordert
werden?
ſit fteud und fide „Fürchtet kennt mi Ales, w den ſehnl rif untr


