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Marie Henriquez Morales : Erzählung / Grace Aguilar. Frei bearb. u. mit e. Vorw. vers. von J. Piza
Entstehung
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ſich durch dieſe Wildniß ſchlangenähnlich dahinwand, in eine bewohnte Gegend und nicht vielmehr mitten in die ungeheure, quer durch Spanien laufende Kette der Sierra Toledo führen ſollte, war undenkbar Eines Menſchen Füße hatten ihn augenſcheinlich ſelten betreten, und doch wurde gerade an dieſem Abend ein einſamer Wanderer hier ſicht⸗ bar. Seine Geſtalt war zart, wie die eines Kindes, aber von ſchönem Verhältniß, ſeine Bewegungen waren ſo an muthig und leicht, daß die Hinderniſſe des Weges, die ein wuchtvollerer Körper und ſchwererer Tritt nur mit Anſtrengung beſiegt hätte, von ihm kaum bemerkt ſchie⸗ nen. Die große Barettfeder, welche ſich über ſeine Stirn neigte, ließ das dunkelblaue, raſtlos ſchweifende Auge, die feine Geſichtsbildung und das üppig quellende, braune Haar unverdeckt. Seine Züge waren nicht von regel⸗ mäßiger Schönheit, aber geiſtvoll und von einem ſo ge⸗ winnenden Ausdruck der Treue, daß ſie jede innere Regung rein wie ein Kriſtallſpiegel zurückgaben.

Daß der Beſucher dieſer Wildniß nicht zu den Söh⸗ nen Spaniens gehörte, wird der Leſer nach der gegebenen Beſchreibung ohne Mühe errathen haben. Arthur Stanley war, wie ſein Name beſagte, ein Engländer, und zwar von hoher Abkunft, einer der Viel len, welche durch die unglückſeligen Kämpfe der weißen und rothen Roſe in freiwillige Verbannung getrieben waren. Er und ſein Bruder Edwin waren, kaum fünfzehn Jahr alt, in Ge⸗ fangenſchaft gerathen. Drei Jahre hatten Beide im Kerker geſchmachtet, als Eduard, der das immer noch mächtige Geſchlecht der Stanl ley zu verſöhnen wünſchte, den Jing N

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