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I.
Der brennenden Hitze eines Sommertages war die köſtliche Kühle eines ſtillen Abends gefolgt. Die Sonne warf ihre letzten, roſigen Strahlen auf einen wilden Berg⸗ pfad Mittelſpaniens. Ungeheure Steinmaſſen und rieſen⸗ hafte Bäume ſtritten um die Herrſchaft über den Weg; zwei Felſen neigten von entgegengeſetzten Seiten her ihre Kuppen gegeneinander, und ſelbſt die ſchmale Kluft, welche ſie trennte, war derart von wilden Blumen und Strauch⸗ holz überwachſen, daß auch die ſchmächtigſte Geſtalt ver⸗ gebens verſucht hätte, ſich durchzuwinden. Weiterhin wälzten ſich toſende Waßſermaſſen, im reißenden Laufe manchen zackigen Zweig, manches Felsſtück fortſchnellend, und berührten den Saum eines Waldes, deſſen dichtes und üppiges Wachsthum einen ebenſo wilden als großartigen Anblick darbot. Dieſe ganze Gruppe von Fels, Waſſer und Wald ward an beiden Seiten von himmelhohen Bergmauern eingeſchloſſen, die, am Fuße voll reicher Ve⸗ getation, bei allmälig ſteigender Höhe immer dünner und ſpärlicher bewachſen, endlich ihre kahlen, von der Abend⸗ ſonne beſchienenen Häupter in leuchtenden Umriſſen an den Nachthimmel lehnten. Daß der rauhe Bergpfad, der
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