Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859) The mother's recompense
Entstehung
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von Annie's Entführung gehört, und der ſich vollſtändig rechtfertigte, da ſie um Lord Alphingham's erſte Ehe wußte, womöglich noch lieber geworden war, und dieſer Ausflug wurde daher für Beide ein wahrer Genuß.

Ellen lehnte es aus einem unbegreiflichen Grunde, den ihre jungen Freundinnen ſich nicht erklären konnten, ab, ſie zu begleiten, und behauptete, daß ſie von ſehr wichtigen Ge⸗ ſchäften zurückgehalten würde.

Edward kommt heute nicht, darum warte nicht auf ihn, waren Emmelinens letzte Worte geweſen. Die Ge⸗ ſellſchaft wollte in den Ruinen von Berry Pomeroy zu Mit⸗ tag eſſen und wurde erſt mit Dunkelwerden zum Thee zu⸗ rück erwartet.

Es mochte ſieben Uhr Abends ſein, als Ellen leiſe in die Bibliothek eintrat, wo ihre Tante mit Schreiben beſchäftigt war, und ſich ſchweigend an ihre Seite ſtellte, als wenn ſie ſich fürchtete, ihre Tante zu unterbrechen.

Warte ein paar Minuten, meine Liebe, ich ſtehe Dir zu Dienſten, wenn Du meines Beiſtandes zu Herrichtung Dei⸗ ner Arbeit bedarfſt, ſagte Mrs. Hamilton, indem ſie auf ein paar Kinderhemdchen hinwies, die ſie in der Hand ihrer Nichte ſah. Ellen lächelte und gehorchte. Nach einigen Mi⸗ nuten legte Mrs. Hamilton ihre Schreiberei bei Seite und blickte auf, wie wenn ſie erwartete, daß ihre Nichte ſprechen würde.

Nun, Ellen, welche Schwierigkeit kannſt Du nicht über⸗ winden?

O nein, liebe Tante, meine Arbeit iſt fertig, ich brauche nur Deine Zuſtimmung, erwiderte Ellen.

Fertig? wiederholte ihre Tante erſtaunt.Meine liebe Ellen, das iſt unmöglich; ich gab Dir erſt vor acht Tagen Auftrag, Du mußt die ganze Nacht gearbeitet haben, um fertig zu werden.

Das habe ich nicht gethan, erwiderte Ellen raſch.

Dann muß ich wirklich die einzelnen Sachen unter⸗ ſuchen, ſagte Mrs. Hamilton lachend,denn ich kann mir nicht denken, daß dieſe außerordentliche Schnelligkeit ſau⸗