Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859) The mother's recompense
Entstehung
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ſinken ſoll, als von irgend einem der jungen Leute, mit denen ihr umgeht. Wozu alſo will ſich meine Emmeline ent⸗ ſcheiden? will ſie dieſen düſteren Phantaſieen nachhängen und ſich ſelbſt körperlich und geiſtig ungeſund machen und ihre Mutter dem Tadel und Verdacht ausſetzen, oder will ſie, trotz der Anſtrengung und Mühe, die es ſie koſten mag, dieſe Lethargie abſchütteln, ihre natürliche Lebhaftigkeit und Heiterkeit zurückrufen und mit ihrem heiteren Lächeln das Herz ihrer Eltern wieder erfreuen?

Ich konnte auf dieſe Frage nicht antworten, liebe Mary, ſondern hing weinend an Mama's Halſe. Ich wußte bis zu dieſem Augenblicke nicht, wie groß meine Verantwortlichkeit war, und wie viel von meinem Benehmen abhing; aber in dieſem Augenblicke gelobte ich mir innerlich, daß mein Be⸗ nehmen nie, nie dieſe liebe aufopfernde Mutter kränken ſollte, die ſich ſo zärtlich bemühte, meinen Schmerz zu ſtillen und meine bitteren Thränen zu trocknen, die ſo viel für mich gethan, die ſich ſo völlig ihren Kindern gewidmet hatte. Ich faßte geiſtig den Entſchluß, meinerſeits es an nichts fehlen zu laſſen, ihren Charakter in den Augen der Welt ſo erhaben erſcheinen zu laſſen, wie er in den meinen ſtand. Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, wie undankbar ich gehandelt hatte, und ich weinte, bis mir der Kopf und Mama das Herz wehthat. Aber ich konnte ihren zärtlichen Liebkoſungen, ihren ermuthigenden Worten nicht widerſtehen, und ich konnte ſelbſt wieder lächeln.

Und was ſoll ich, ſagte ſie mit ihrer gewöhnlicheu Heiterkeit,von den Klagen halten, die ich in den letzten Tagen von Miß Harcourt gehört habe, daß ſie nicht weiß, was aus Dir geworden iſt? Was ſoll ich ſagen oder thun, um zu beweiſen, daß Mademoiſelle Emmeline das Italieniſche liebt und nicht krank iſt, wie unſere artigen Lehrer glauben? Soll ich ihr Vorleſungen halten, wie zu der Zeit, da ſie noch ein kleines träges Mädchen war und mehr Gefallen am Spiel als an ihren Arbeiten fand? Angenommen dieſe Herren würden gefragt, was aller Wahrſcheinlichkeit nach geſchieht, wie ſie mit den Töchtern der Mrs. Hamilton zufrieden ſind,