Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859) The mother's recompense
Entstehung
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London zubringen zu ſollen. Du pflegteſt mich oft zu war⸗ nen, wenn ich ſo ſprach, ſolche Phantaſien nicht allzuſehr aufkommen zu laſſen, aber ich folgte Deinem Rathe nicht, liebe Mary, ſondern hing ihnen nach, bis ſie endlich ſich ſo ſteigerten, daß mir der letzte Monat unſeres Aufenthalts in Oakwood durch die Erwartung des Kommenden verbittert wurde. Ich ſah, daß Du mich für thöricht hielteſt, und ich wußte, daß Mama und Papa nicht meiner Laune zu gefallen ihre Pläne ändern könnten und daß ihnen mein offener Widerwille Schmerz verurſachen würde; deshalb verbarg ich mein Mißbehagen; anſtatt aber Alles zu thun, was in meinen Kräften ſtand, um es zu überwinden, gab ich mich jeder düſtern Ahnung bis zum Aeußerſten hin. Ich fand während unſerer vergnüglichen Reiſe durch den Süden Eng⸗ lands, daß ich mich des Lebens freuen konnte, aber dennoch kamen die Gedanken an London und die Lehrer und die Fremden und die Lebensart in der Hauptſtadt, die ſo ganz anders ſein würde wie in Oakwood, und daß ich von Mama nicht viel ſehen würde, wie furchtbare Geſpenſter an mich heran und verſcheuchten die Freude der Gegenwart.

Wir beſuchten Orford, wiewohl es völlig außerhalb unſeres Weges lag, um den Wohnſitz meiner Brüder zu ſehen. Dort ſchwand meine üble Laune theilweiſe durch Perey's ausgelaſſene Luſtigkeit und ſeine beredten Schil⸗ derungen, aber als ich mich London näherte, kehrten alle meine Befürchtungen wieder zurück. Als wir anlangten, was im September geſchah, war dieſe ungeheure Stadt vergleichsweiſe eine Einöde, denn die vornehme Welt lebte auf dem Lande. Mama war darüber nicht betrübt, wie ich glaube, denn ſie wollte, daß wir erſt 67 Monate tüchtig arbeiten ſollten, ehe ſie überhaupt die Abſicht hatte, die Geſellſchaft aufzuſuchen. Ellen und ich, wir werden natür⸗ lich noch längere Zeit brauchen, aber Karoline ſoll im März oder April in aller Form eingeführt werden und muß des⸗ halb tüchtig ins Zeug. Von vornherein wurden ausge⸗ zeichnete Lehrer beſtellt; ja Papa hatte ſogar an mehrere vor unſerer Ankunft geſchrieben, damit keine Zeit verloren gehen