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Erziehungs-Resultate : eine Erzählung für Mütter und Töchter / nach dem Englischen von Grace Aguilar
Entstehung
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die Arme entgegenſtreckte, das Kleid ſeiner Mutter los und gehorchte ihr. Mr. Hamilton ſchloß ihn an ſein Herz, be⸗ hielt ihn eine Minute bei ſich, küßte ihn zärtlich und verließ dann die Kinderſtube, ohne ein Wort zu ſagen.

„Laſſen Sie mich Herbert nehmen, Madame!“ ſagte die Amme ehrfurchtsvoll, denn ſie ſah, daß ihre Herrin von ihrer unterdrückten Unruhe faſt überwältigt war, und in wenig Minuten war Emmeline bei ihrem Gatten, deſſen Aufregung ſich ſo außerordentlich geſteigert hatte, daß ſelbſt die Gegen⸗ wart ſeiner Gattin für einen Augenblick kaum die Macht hatte, ihn zu beruhigen.

Die Geſchichte war bald erzählt. Eleanor hatte ſich ſeit ihrer Verlobung ſo leichtſinnig benommen, daß ſie nicht nur das Mißvergnügen ihres Vaters, ſondern auch das der Mar⸗ quiſe erregt hatte, die, wiewohl eine ſchwache und weltlich geſinnte Frau, doch einige Begriffe von Schicklichkeit hatte. Da ſie eine nahe Verwandte von Lord Delmont war, ſo war ihr Eleanor's Verlobung mit Lord Fitzelair natürlich mitge⸗ theilt worden, und immer und immer wieder warnte ſie die— ſelbe, daß ſie zu weit gehe und ihren Bräutigam verlieren könne, ehe ſie daran denke. Aber Eleanor lachte nur über ſie und gewann ſie zuletzt für ihre Anſicht, daß es beſſer ſei, Fitzclair vor der Verheirathung von ſeiner Eiferſucht zu heilen, als nach derſelben. Lord Delmont pflegte ſie dadurch zum Schweigen zu bringen, daß ſie dann Lord Fitzelair noch mehr als gewöhnlich kränkte und ärgerte. Dennoch zeigte ſie bisweilen Reue, und die Liebe, die ſie erweckt hatte, wurde ſo ſtark, daß all der Schmerz, den er bereits ertragen, und den er, wie er wußte, noch zu ertragen haben würde, durch einen unbegreiflichen Widerſpruch nur ihre Macht be⸗ feſtigte und ſein Schickſal beſchleunigte. Schwach in allen Dingen außer in ſeiner Liebe konnte er die Veröffentlichung ihrer Verlobung nicht als ſein Recht beanſpruchen. Eleanor betheuerte, wenn er es thäte, bevor ſie es ihm geſtattete, würde ſie nicht mehr mit ihm ſprechen. Sie wußte, wie⸗ wohl ſie es nicht ſagte, daß, wenn ihre Verlobung einmal bekannt wäre, eine Kette um ihre Handlungen gezogen wer⸗